VSF..Ethikpreis

VSF..Ethikpreis

Das Fahrrad hat einen grundsätzlich „grünen Ruf“ - es ist gesund, umweltfreundlich und der Inbegriff der sanften Mobilität. Doch wie sieht es mit Herstellung und Vertrieb von Fahrradprodukten aus? Wie steht es um das soziale Engagement? Wie um die regionale Verantwortung? Wie um den Einsatz erneuerbarer Energien oder ökologischer Materialien? Auch hier gibt es Vorbilder und inspirierende Beispiele. Diese zu finden und auszuzeichnen hat sich der VSF mit seinem Ethikpreis zur Aufgabe gemacht.

Mit der Ausschreibung des Ethikpreises unterstreicht der VSF sein Engagement für faire Arbeitsbedingungen, einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur sowie für eine ökologisch verträgliche, nachhaltige Arbeitsweise im gesamten Wirtschaftsprozess. Durch die Auszeichnung ethischen Handelns sollen Nachahmer inspiriert und so eine gemeinsame ethisch-soziale Weiterentwicklung der Fahrradbranche unterstützt werden.

Für den VSF..Ethikpreis bewerben können sich alle Unternehmen, Institutionen und Verbände der Fahrradbranche, die sich im Bereich Umwelt und Soziales engagieren.

Die nächste Verleihung des mit 1.000 Euro dotierten VSF..Ethikpreises findet am 18. April im Rahmen des vivavelo Branchenkongresses 2016 in Berlin statt.

Die bisherigen Preisträger

2014
Auf dem vivavelo Branchenkongresses in Berlin wurde dem Schweizer E-Bike Pionier Biketec, der die Marke FLYER produziert, der VSF..Ethikpreis verliehen. Die FLYER Macher und ihre Mitarbeiter haben sich seit dem ersten Prototypen 1993 der Förderung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität verschrieben.

Dabei verfolgt das Schweizer Unternehmen gemeinsam mit vielen nationalen und internationalen Partnern das Ziel, möglichst vielen Menschen das Pedelec als umweltfreundliches und Spaß bringendes Verkehrsmittel näher zu bringen. Der VSF..Ethikpreis 2014 wurde für die historische Gesamtleistung dieses Unternehmens verliehen.

2012
Preisträger war die Firma VAUDE aus Tettnang. Ausgezeichnet wurde das Familienunternehmen u.a. für seine Bemühungen um eine nachhaltige und ökologische Produktion, vor allem aber für sein soziales Engagement für die Mitarbeiter. Bei seinem Engagement übersehe das Tettnanger Unternehmen

auch nicht die Arbeitsbedingungen in Fernost: Durch die Mitgliedschaft des Outdoor-unternehmens unter anderem in der Fair Wear Foundation unterstützt VAUDE die Bemühungen dieser Stiftung, die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie weltweit zu verbessern. Überreicht wurde der Preis durch Prof. Dr. Klaus Töpfer.

2010
Der Preis wurde an zwei Firmen mit sehr beeindruckenden sozialen Projekten verliehen:
Schwalbe | Frank Bohle GmbH für die Ausrichtung des Rollidays. Dieses Rollstuhlsport-Event stärkt durch Spaß, Bewegung, Unterhaltung, Shows und Vorträge das Selbstbewusstsein von Menschen mit Mobilitätseinschrän-kungen.

SRAM für das von ihnen initiierte Hilfsprojekt "World Bicycle Relief", eine internationale Non-Profit-Organisation, die seit 2005 Menschen in Afrika mit durch Spenden finanzierten Fahrrädern hilft, voran zu kommen. Mehr als 160.000 Fahrräder wurden auf diesem Weg bereits an SchülerInnen, Pflegekräfte und Kleinstunternehmen verteilt, was deren Leben maßgeblich beeinflusst.

2005
Der erste VSF..Ethikpreis wurde an die Firma USED verliehen und würdigte auf diese Weise ihr umfassende Engagement: Die Aktivitäten des Unternehmens beschränken sich nicht allein auf den originären Geschäftsbetrieb. Das kreative Team um Bob Giddens lebt eine seltene

Verbindung aus Lebensfreude, ideellem Einsatz, Ökologie und Ökonomie.
Beispiel für dieses idealistische Engagement ist die „gewinnfreie“ Promotion des Bamboo Trailers, eines Anhängers zum günstigen Selbstbau, konzipiert für Entwicklungsländer.