Wirtschaft:
Das Fahrrad hat Rückenwind
Mehr als 4 Millionen Fahrräder wurden im Jahr 2011
verkauft. Davon waren laut Zweirad Industrie Verband (ZIV)
310.000 Pedelecs, also Fahrräder mit elektrischer
Tretunterstützung. „Die Zahlen zeigen deutlich, dass die
Fahrradindustrie im Bereich der Elektromobilität dem Auto weit
voraus ist“, sagt Albert Herresthal, Geschäftsführer des
Verbund Service und Fahrrad (VSF e.V.). Laut
Kraftfahrtbundesamt (KBA) wurden im Jahr 2011 lediglich 2.234
E-Autos neu zugelassen (siehe Infografik). Auch sonst ist die
Radbranche stark im Aufwind: Der durchschnittliche
Verkaufspreis pro Fahrrad über alle Vertriebswege lag 7,6%
höher als noch im Jahr 2010. Im sogenannten Premiumfachhandel
wurde ein Durchschnittspreis von 1089 Euro erreicht. Insgesamt
gingen 69% aller Fahrradverkäufe über den Fachhandel.
Weitere Informationen finden Sie hier: VSF und ZIV . |

Bild: VSF
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Wirtschaft:
Investoren entdecken Fahrradbranche
Laut Meldungen verschiedener Fahrradbranchen-Medien plant
die niederländische Accell Group derzeit ihre nächste
Firmenübernahme: Nachdem Accell bereits im vergangenen
Dezember den niederländische Titanrahmenbauer Van Nicholas und
den US amerikanischen E-Bike Hersteller Currie Technologies
übernahm, werden laut Unternehmensauskünften derzeit intensive
Gespräche mit der britischen Raleigh Cycle Limited und deren
Teilhabern geführt. „Sind die Gespräche erfolgreich“, heißt es
weiter auf velobiz.de, „könnte das zur Übernahme des
Unternehmens mit einer 125-jährigen Tradition führen“. Doch
nicht nur brancheninterne Investoren sind in letzter Zeit sehr
rührig geworden. Auch branchenfremde Finanzinvestoren wittern
die Wirtschaftskraft der Fahrradbranche: Carsten Maschmeyer
zum Beispiel, Gründer des Finanzdienstleisters AWD, stieg im
Oktober 2011 mit 29% bei der Mitteldeutschen Fahrradwerke AG
(Mifa) ein. Im März diesen Jahres hat er seinen Anteil an der
Mifa AG um weitere rund 4% erhöht. |

Bild: carsten-maschmeyer.de
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Verkehrssicherheit:
Serienmäßiger Außenairbag bei Volvo
Der schwedische Autohersteller Volvo rüstet sein Modell V40
serienmäßig mit einem Außen-Airbag aus, der Fußgänger und
Radfahrer bei einer Kollision schützen soll, berichtet der
ADFC. Damit bestätige Volvo, so der ADFC weiter, „dass die
Automobilindustrie schon jetzt problemlos in der Lage ist,
Assistenz- und Sicherheitssysteme für ungeschützte
Verkehrsteilnehmer einzubauen“. Und so funktioniert’s: Bei
einem Unfall wird ein Airbag ausgelöst, der ein Drittel der
Windschutzscheibe und die verletzungsträchtigen A-Säulen
abdeckt. Außerdem verfügt der Wagen, der ab September dieses
Jahres in den Handel kommen soll, über einen
Notbremsassistenten mit automatischer Fußgängererkennung. Die
ARD-Sendung „Wissen vor Acht“ zeigt am heutigen Freitag, 20.
April, um 19:45 Uhr, wie ein Außenairbag funktioniert. Die
Meldung des ADFC finden Sie hier. |

Bild: Volvo
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vivavelo:
Fahrradbranche fordert Tempo 30
Beim vivavelo Kongress der Fahrradbranche Ende Februar in
Berlin verabschiedeten die Kongressteilnehmer eine Erklärung
mit Forderungen an die Politik. Die vivavelo Erklärung soll
den Radverkehr voranbringen und das Fahrrad als sicheres
Verkehrsmittel im Nahverkehr stärken. Deshalb wurden folgende
Kernforderungen formuliert: 1. Tempo-30 als innerörtliche
Regelgeschwindigkeit für mehr Sicherheit im
Straßenverkehr. 2. Die Neuverteilung innerstädtischer
Flächen – eine Raumoffensive für Radfahrer und Fußgänger zur
Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in unseren
Städten. 3. Eine Image- und Öffentlichkeitskampagne für den
Radverkehr, auf 10 Jahre angelegt und vom Bund finanziert, zur
Unterstützung des notwendigen gesellschaftlichen
Bewusstseinswandels. Die Details und Hintergründe zu den
Forderungen sind nachzulesen in der vollständigen vivavelo
Erklärung unter www.vivavelo.org. |
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vivavelo:
vivavelo zum Nachgucken
Über den vivavelo Kongress der Fahrradbranche gibt es nun
auch einen kurzen Dokumentarfilm, gedreht und zusammengestellt
von Thomas Danz. Für alle, die den Kongress noch einmal Revue
passieren lassen wollen und für alle, die nicht da waren und
einen kurzen Einblick wünschen, ist der Film unter www.vivavelo.org oder unter www.vsf.de zu sehen. |
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Verkehrssicherheit:
„7. Sinn“ kommt zurück
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) möchte das
Verkehrsschulungsprogramm „Der 7. Sinn“ wieder ins Fernsehen
bringen. Als Grund nannte er die steigenden Zahlen der Unfälle
und Verkehrstoten in den vergangenen Jahren. Als regelmäßiger
Sendeplatz wird Sonntagabend vor der Tagesschau erwogen. ADFC
und VSF begrüßen die Initiative des Bundesverkehrsministers,
weil die Sendung zu einer Verbesserung des Verkehrsklimas
beitragen kann. "Der 7. Sinn" wurde erstmals am 4. Februar
1966 beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) ausgestrahlt. Die
Sendung gab Verhaltenstipps für den Straßenverkehr,
psychologische Ratschläge und Einblick in die Technik der
Fahrzeuge. Diese kurzen Clips spiegeln immer auch den
Zeitgeist ihrer Entstehungszeit wider. So gibt es zahlreiche
Sendungen vom „7. Sinn“, die spezielle Tipps für „Frauen am Steuer“ gaben, um ihnen zum
Beispiel verständlich zu machen, dass der Rückspiegel kein
Schminkspiegel sei. Im Jahr 2005 wurde die Serie
eingestellt. |

Bild: WDR
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Politik:
Faktencheck Verkehrssicherheit
Die Bundestagsfraktion der Grünen stellte vor kurzem eine
sog. Kleine Anfrage an den Bundestag zum Thema
„Verkehrssicherheit im Radverkehr“. Anlass dazu habe der
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer gegeben, der „in den
letzten Monaten zahlreiche Aussagen getätigt hatte, die den
Anschein erwecken, die meisten Radfahrenden seien
rücksichtslose Rowdies und zu weiten Teilen selbst schuld
daran, wenn sie im Straßenverkehr tödlich verunglücken“, so
die Grünen. Besonders die Forderung nach einer Helmpflicht und
die Erhöhung der Bußgelder für Radfahrer hatten für einige
Aufregung gesorgt. Man habe beim Bundesverkehrsministerium die
Kleine Anfrage u.a. deshalb eingebracht, um zu klären, welche
Maßnahmen die Bundesregierung künftig ergreifen werde, um die
Verkehrssicherheit der Radfahrer zu verbessern. Die Antworten
der Bundesregierung haben die Grünen analysiert und in einem
gründlichen und lesenswerten Faktencheck dargestellt,
nachzulesen hier. |

Bild: pd-f.de / Kay Tkatzik
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Elektromobilität:
Schweiz erlaubt mehr Power
Motoren mit 500 Watt dürfen bei den Schweizern ab dem
1.5.2012 auch an Pedelecs mit einer Tretunterstützung
bis 25 km/h verbaut werden. Bisher galt in der Schweiz die
gleiche Regelung wie in Deutschland, nämlich dass die
„langsamen“ Pedelecs nur mit max. 250 Watt Motoren
ausgestattet sein dürfen. Das ist in der Regel ausreichend.
Allerdings kann bei Transporträdern für den Wirtschaftsverkehr
eine stärkere Unterstützung sinnvoll sein. Eine entsprechende
Empfehlung hat das EU-Parlament bereits ausgesprochen. Auch
der Verbund Service und Fahrrad (VSF) e.V. und die European
Twowheel Retailers’ Association (ETRA, der europäische
Fahrradfachhändler Verband) treten für die Erlaubnis stärkerer
Motoren ein. Hier ist (mal wieder) die Schweiz Vorreiter in
Sachen Elektromobilität. Ein weiterer Vorstoß der Eidgenossen:
Die Beleuchtungsanlagen bei Pedelecs bis 25km/h dürfen ihre
Energie auch aus dem Motorakku beziehen. In Deutschland muss
zusätzlich ein Dynamo installiert sein. |

Bild: pd-f.de / Flyer
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VSF..Ethikpreis:
VAUDE für Unternehmensethik ausgezeichnet
Im Rahmen des vivavelo Kongresses der Fahrradbranche
verlieh der Verbund Service und Fahrrad e.V. bereits zum
dritten Mal den VSF..Ethikpreis. Der Preis ging in diesem Jahr
an den Outdoorspezialisten VAUDE aus Tettnang. Bei der
Ausschreibung stand das Thema „Unternehmensethik“ im
Vordergrund. Besonders überzeugt habe die Jury das
ganzheitliche Engagement des Unternehmens, das sich einer
nachhaltigen Produktion und ehrgeizigen Umweltzielen ebenso
verschrieben hat, wie der Verantwortung für die Mitarbeiter.
So unterstützt VAUDE seine Mitarbeiter durch Angebote wie das
Kinderhaus oder flexible Arbeitszeitmodelle dabei, Beruf und
Familie zu vereinbaren. Auch der Beitritt zur „Fair Wear
Foundation“, die die sozialen Arbeitsbedingungen der
ausländischen Zulieferbetriebe überwacht, wurde hervorgehoben.
Überreicht wurde der VSF..Ethikpreis von Prof. Dr. Klaus
Töpfer. Das Video von der Preisverleihung finden Sie auf vsf.de oder auf vivavelo.org. |

Bild: VSF
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Auszeichnung:
Wigald Boning ist "Fahrradfreundlichste
Persönlichkeit"
Mit dem Preis „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2012“
wurde der deutsche Komiker und Moderator Wigald Boning
ausgezeichnet. Überreicht wurde die Trophäe von Albert
Herresthal, geschäftsführender Vorstand des Verbund Service
und Fahrrad (VSF e.V.). Den Ausschlag für Wigald Boning als
„Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ habe nicht nur seine
eigene Fahrradbegeisterung gegeben, sondern auch sein
Engagement für das Radfahren, begründete die Jury die
Entscheidung. Wigald Boning, der seine Bekanntheit vor allem
durch die Comedy-Sendung RTL Samstag Nacht und das
Musikprojekt „Die Doofen“ erreichte, setzt sich immer wieder
für Fahrrad-Projekte ein. Erst 2010 war er Pate für das
„Schoolbike“-Projekt vom RadClub Deutschland. Selbst Vater von
zwei schulpflichtigen Kindern, möchte er das Radfahren in
Schulen aktiv unterstützen. „Fahrradfahren ist für mich wie
ein kleiner Urlaub.“ erklärt Boning seine Fahrradbegeisterung.
Mehr Infos zur Preisverleihung und zum Deutschen Fahrradpreis. |

Bild: Agentur P3
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Wettbewerb:
„Fahrradfreundlichster Arbeitgeber“ 2012 gesucht
Bereits zum dritten Mal hat der Bundesdeutsche Arbeitskreis
für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V., ein
wirtschaftsnaher Umweltverband, den Wettbewerb
„Fahrradfreundlichster Arbeitgeber“ ausgerufen. Dabei wird
deutschlandweit nach Unternehmen, Behörden und sonstigen
Einrichtungen gesucht, die sich bei ihrer Belegschaft für eine
verstärkte Fahrradnutzung einsetzen und die Mitarbeiter durch
vielfältige Maßnahmen beim Radeln zur Arbeit unterstützen. Der
Auftakt des Wettbewerbs fand eingebettet in den vivavelo
Kongress der Fahrradbranche Ende Februar in Berlin statt und
wurde in Kooperation mit dem Verbund Service und Fahrrad (VSF)
e.V. durchgeführt. Bewerben können sich Unternehmen, Behörden
und sonstigen Einrichtungen bis zum 31. August dieses Jahres.
Alle Infos dazu finden Sie hier. |
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